Positron

Shimano Positron-Schaltwerk

Unter dem Namen "Positron" hat Shimano Ende der 1970er die erste indexierte Kettenschaltung eingeführt. Heutzutage findet man diese Schaltung nur noch an sehr alten Fahrrädern, da sie bereits in den 1980ern durch das SIS-System abgelöst wurde und von der Verarbeitungsqualität her eher für Hobbyfahrer gedacht war und nicht für den ernsthaften Einsatz.

Der Umwerfer vorne wird auch bei Positron mit einem Friktionsschalthebel "stufenlos" bewegt und benötigt ggf. eine leichte Trimmung, wenn man hinten den Gang wechselt. Im Gegensatz zu modernen Schaltungen sind die Schaltpositionen für das Schaltwerk aber nicht im Schalthebel, sondern im Schaltwerk festgelegt. Dazu rastet im Schaltwerk eine gefederte Kugel in entsprechenden Aussparungen in einem runden Blech ein. Bei Gangwechseln muss das Schaltwerk in beide Richtungen aktiv bewegt werden - deshalb ist der Schaltzug ein starrer Draht und keine flexible Litze. Dieser Draht kann bei häufiger Verwendung aber auch brechen - und das war einer der Gründe (neben der einfachen Verarbeitung), wieso Positron sich nicht sehr lange auf dem Markt gehalten hat.

Wie bei modernen Schaltwerken kann man auch bei Positron die exakte Ausrichtung des Schaltwerks durch verschiedene Stellschrauben anpassen. Wenn man ein altes Fahrrad mit noch gut erhaltener Positron-Schaltung hat und dort die Gangwechsel nicht sauber ablaufen, sollte man hier erst mal nachsehen, bevor man das Schaltwerk durch eine moderne Ausführung ersetzt.

Die "Schaltdrähte" werden mitunter auch heute noch als Ersatzteil bei manchen Händlern angeboten. Der Wechsel läuft dabei ähnlich ab, wie bei modernen Schaltungen - man muss nur darauf achten, Schaltwerk und Schalthebel in die gleiche Ausgangsposition zu bringen, bevor man einen neuen Schaltdraht einsetzt. Nach dem Kürzen des Drahts auf die benötigte Länge wird eine spezielle Schutzkappe auf das Ende aufgesetzt, um Verletzungen zu vermeiden. Die für "normale" Züge üblichen Quetschhülsen sind hierfür nicht geeignet.