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technik:reifen

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technik:reifen [2006-11-16 10:21 CET]
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technik:reifen [2014-01-19 11:31 CET] (aktuell)
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 ===== Reifen für Mountainbikes ===== ===== Reifen für Mountainbikes =====
  
-Während das Profil bei Straßenbereifung praktisch keine Rolle spielt, kommt ihm beim Mountainbike jedoch eine zentrale Rolle zu. Daher kann es nie eine Empfehlung für **den** Reifen geben: Es hängt eben stark davon ab, auf welchem Untergrund man fährt. Ansonsten gilt auch hier, was schon für die Bereifung von Tourenrädern gilt: Die "​teuren"​ Markenreifen bieten meist gute Qualität, die Low-Cost-Produkte nicht immer.\\ +Während das Profil bei Straßenbereifung praktisch keine Rolle spielt, kommt ihm beim Mountainbike jedoch eine zentrale Rolle zu. Daher kann es nie eine Empfehlung für //den// Reifen geben: Es hängt eben stark davon ab, auf welchem Untergrund man fährt. Ansonsten gilt auch hier, was schon für die Bereifung von Tourenrädern gilt: Die "​teuren"​ Markenreifen bieten meist gute Qualität, die Low-Cost-Produkte nicht immer. 
-Im Unterschied zum Straßenbetrieb,​ bei dem herumliegende Scherben oft die Ursache für Reifenpannen sind, sind die Schläuche im Gelände besonders durch Durchschläge,​ sog. [[lexikon:​snakebite|Snakebites]],​ beim Überfahren von Steinen oder Wurzeln gefährdet. Das gilt besonders, wenn zugunsten einer guten Traktion mit möglichst geringem Luftdruck gefahren wird. Außerdem werden die Reifenflanken beispielsweise durch scharfkantigen,​ tiefen Splitt in Anspruch genommen. ​ + 
-Gegen beide Arten von Pannen hilft neben fahrerischem Geschick ein angepaßter,​ nicht zu geringer Reifendruck und die Montage von Felgen ausreichender Breite. [[http://​tandem-fahren.de/​Technik/​Reifentips/​index.html]] gibt einen guten Überblick über die passenden Paarungen.+Im Unterschied zum Straßenbetrieb,​ bei dem herumliegende Scherben oft die Ursache für Reifenpannen sind, sind die Schläuche im Gelände besonders durch Durchschläge,​ sog. [[lexikon:​snakebite|Snakebites]],​ beim Überfahren von Steinen oder Wurzeln gefährdet. Das gilt besonders, wenn zugunsten einer guten Traktion mit möglichst geringem Luftdruck gefahren wird. Außerdem werden die Reifenflanken beispielsweise durch scharfkantigen,​ tiefen Splitt in Anspruch genommen. Gegen beide Arten von Pannen hilft neben fahrerischem Geschick ein angepaßter,​ nicht zu geringer Reifendruck und die Montage von Felgen ausreichender Breite. [[http://​tandem-fahren.de/​Technik/​Reifentips/​index.html]] gibt einen guten Überblick über die passenden Paarungen
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 +===== Spikereifen ===== 
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 +Wer auch im Winter mit den Fahrrad unterwegs ist, und in einer Gegend mit langen Schnee- und Eisperioden wohnt, für den lohnt sich eventuell die Anschaffung von Spikereifen. Im Gegensatz zu Autos sind Spikes bei Fahrrädern grundsätzlich zulässig, da sie durch das geringere Fahrzeuggewicht und die kleinere Ausführung keine Schäden auf Asphalt verursachen. Neben der Spikes, die vor allem auf zugefrorenen Flächen Halt geben, wird meist auch ein grobstolliges Profil verwendet, um eine bessere Bodenhaftung bei Schnee zu bieten. 
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 +Es gibt diese Reifen in passenden Abmessungen sowohl für Mountainbikes (x-559) als auch für Touren- und Alltagsräder (x-622). Die Auswahl ist dabei deutlich überschaubarer,​ da derzeit (Stand Ende 2006) nur drei Hersteller in diesem Bereich etwas anbieten: Nokian, Continental und Schwalbe. 
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 +Modelle mit wenigen Spikes (100-120) haben die Spikes meist eher an der Seite, so dass die Reifen bei höherem Luftdruck (ab etwa 3-4\ Bar) einen geringeren Rollwiderstand aufweisen, da die Spikes den Boden nicht berühren. Bei etwas geringerem Luftdruck (unter 3\ Bar) wird der Reifen unter Last "​flachgedrückt",​ so dass die Spikes den Boden ebenfalls berühren. Diese Reifen sind eher für gemischte Wetterverhältnisse im Stadtverkehr gedacht und haben besonders auf Eisflächen eher wenig Wirkung. 
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 +"​Vollwertige"​ Spikereifen haben mindestens 200-240 Spikes über die gesamte Lauffläche verteilt und funktionieren weitgehend unabhängig vom Luftdruck. Durch die höhere Zahl an Spikes hat man auch auf Eisflächen noch guten Halt. Als einzigen Nachteil muss man einen höheren Rollwiderstand und ein sehr deutliches Laufgeräusch durch die Spikes in Kauf nehmen. 
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 +Beim Wechsel von normaler Bereifung auf Spikereifen sollte man bedenken, dass Spikereifen bei gleichen Abmessungen in der Regel etwas mehr Platz in der Breite benötigen. Besonders bei Alltagsrädern mit Schutzblechen muss man u.U. die Schutzbleche durch breitere Exemplare austauschen. Auch wird empfohlen, die Reifen vor dem ersten Einsatz auf Schnee und Eis auf trockenem Asphalt gut 50\ km moderat ohne starke Bremsmanöver und bei geringerem Tempo "​einzufahren",​ damit sich die Spikes in den Stollen "​setzen"​ können und angeschliffen werden. Ohne diese Vorbereitung kann die Wirkung auf Eis etwas schlechter sein und es kann passieren, dass einzelne Spikes unter Belastung verloren gehen.
  
 ===== Zubehör ===== ===== Zubehör =====
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 Hat man keine reflektierenden Reifen, so muss man laut Gesetz zu den gelben Speichenreflektoren greifen. Die sind meistens recht fummelig, fallen auch mal raus und reflektieren nicht so gut wie die Streifen auf den Reifen. Wenn man Gepäcktaschen verwendet, sind sie oft verdeckt. Prädikat: nicht so toll. Hat man keine reflektierenden Reifen, so muss man laut Gesetz zu den gelben Speichenreflektoren greifen. Die sind meistens recht fummelig, fallen auch mal raus und reflektieren nicht so gut wie die Streifen auf den Reifen. Wenn man Gepäcktaschen verwendet, sind sie oft verdeckt. Prädikat: nicht so toll.
  
-Immer wieder sieht man inzwischen die "​Speichensticks"​ - das sind Kunststoffstäbchen mit reflektierender Folie, die auf die Speichen geclipt werden. ​Die sind in Deutschland ​nicht zugelassen. Im Gegensatz zu den gelben Reflektoren kann man sie aber so weit außen am Rad montieren, dass sie nicht von Gepäcktaschen verdeckt werden. Prädikat: als Kombination unter Umständen sinnvoll, solange nicht zugelassen aber zu teuer (schönes Weihnachtsgeschenk ;-)+Immer wieder sieht man inzwischen die "​Speichensticks"​ - das sind Kunststoffstäbchen mit reflektierender Folie, die auf die Speichen geclipt werden. ​Diese sind in Deutschland ​mittlerweile zwar zugelassen, aber nur dann, wenn an //jeder// Speiche ein Stick angebracht wird. Im Gegensatz zu den gelben Reflektoren kann man sie aber so weit außen am Rad montieren, dass sie nicht von Gepäcktaschen verdeckt werden. Prädikat: als Kombination unter Umständen sinnvoll (schönes Weihnachtsgeschenk ;-)
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 +===== Die richtige Größe ===== 
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 +Neben dem Felgendurchmesser ist auch die Breite der Felge - und natürlich der verfügbare Platz im Fahrrad - für die Auswahl der passenden Reifengröße entscheidend. Der Reifen sollte weder zu schmal sein (Gefahr von Durchschlägen),​ noch zu breit (schwammiges Fahrverhalten,​ starke Abnutzung der Flanken durch Walkarbeit). 
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 +Generell gilt - je breiter ein Reifen, desto geringer ist der Rollwiderstand bei //​gleichem//​ Luftdruck. Da man aber einen Reifen mit 42\ mm Breite nicht auf 10\ Bar oder mehr aufpumpen kann, rollen schmale Rennradreifen mit 25\ mm oder weniger auf Asphalt in der Praxis meist trotzdem leichter. Wenn es aber nur um geringe Unterschiede geht, wie z.B. 42 statt 35\ mm, sollte man sich eher für die breitere Version entscheiden. Bei hochwertigen Exemplaren ist ein Luftdruck von 5 oder 6\ Bar auch mit etwas breiteren Reifen möglich. Dabei ist zu beachten, daß evtl. auch breitere Schutzbleche nötig werden.
  
 +Als Anhaltspunkt für zulässige Kombinationen aus Reifen und Felge kann man sich an den [[technik:​etrtotabelle|Vorgaben der ETRTO]] orientieren.
technik/reifen.1163668912.txt.gz · Zuletzt geändert: 2014-01-19 11:24 CET (Externe Bearbeitung)