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Reifen

Reifen für Rennräder

Schmal, schnell, so sollen sie sein. In Internetforen taucht immer wieder ein Reifen auf, und in der Tat sieht man diesen auch vor allem bei RTFs an vielen Rennrädern: Der Conti GP3000. Zwar hat Continental mit dem GP4000 mittlerweile einen Nachfolger präsentiert, doch scheint sich der GP3000 bei vielen Fahren so gut etabliert zu haben, dass sie ihm lieber weiter vertrauen.

Reifen für Tourenräder und Alltagsfahrer

Also, hier kann man wohl zwei Typen Reifen unterscheiden. Da gibt es die Reifen vom Baumarkt - die sind zwar billig, halten aber auch nicht so viel aus. Damit hat man hin und wieder mal eine Reifenpanne oder sie sind kaputt gefahren. Preis / Leistung: brauchbar.

Dann gibt es die "teuren" Reifen, also z.B. Schwalbe Marathon oder Continental Contact. Diese kosten um zwanzig Euro, halten aber sehr viel länger als die billigen und es gibt seltener eine Panne, da in das Gewebe Kevlar-Fasern eingearbeitet sind. Wenn man solche Reifen verwendet und auf den empfohlenen Druck aufpumpt, fährt man lange ohne Panne. Preis / Leistung: sehr gut.

Von Schwalbe allerdings gibt es auch Low-Cost-Reifen in den Preislagen bis 20 Euro. Diese zeichnen sich durch eine insgesamt sehr schlechte Qualität aus: Schlecht aufgebaute Seitenflanken sorgen für unrunden Lauf, die Reifen sind sehr pannenanfällig. Hier sollte man die Finger davon lassen und im Zweifelsfall eher zum Baumarktmodell greifen.

Reifenmarken aus Fernost finden in letzter Zeit mehr und mehr Freunde. Waren diese in der Vergangenheit nur im berüchtigten Baumarkt zu finden, führt auch der Fachhandel mittlerweile fernöstliche Reifen, da diese in der Regel ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis bieten. Vor allem der Hersteller Kenda hat sich in den letzten Jahren einen sehr guten Namen gemacht.

Seit einiger Zeit gibt es speziell pannensichere Reifen (dicke Einlage unter der Lauffläche). Dieser zusätzliche Schutz ist für manche Fahrer sicher nötig, wenn auch nicht für jedermann. Bewährt hat sich dieser Pannenschutz aber allemal.

Reifen für Mountainbikes

Während das Profil bei Straßenbereifung praktisch keine Rolle spielt, kommt ihm beim Mountainbike jedoch eine zentrale Rolle zu. Daher kann es nie eine Empfehlung für den Reifen geben: Es hängt eben stark davon ab, auf welchem Untergrund man fährt. Ansonsten gilt auch hier, was schon für die Bereifung von Tourenrädern gilt: Die "teuren" Markenreifen bieten meist gute Qualität, die Low-Cost-Produkte nicht immer.
Im Unterschied zum Straßenbetrieb, bei dem herumliegende Scherben oft die Ursache für Reifenpannen sind, sind die Schläuche im Gelände besonders durch Durchschläge, sog. Snakebites, beim Überfahren von Steinen oder Wurzeln gefährdet. Das gilt besonders, wenn zugunsten einer guten Traktion mit möglichst geringem Luftdruck gefahren wird. Außerdem werden die Reifenflanken beispielsweise durch scharfkantigen, tiefen Splitt in Anspruch genommen. Gegen beide Arten von Pannen hilft neben fahrerischem Geschick ein angepaßter, nicht zu geringer Reifendruck und die Montage von Felgen ausreichender Breite. http://tandem-fahren.de/Technik/Reifentips/index.html gibt einen guten Überblick über die passenden Paarungen.

Zubehör

Pannenschutz-Bänder

Diese besonderen Bänder werden in den Reifen eingelegt und sollen den Schlauch vor Schnitten schützen. Die Erfahrungen gehen hier stark auseinander, wichtig ist eine sehr gute Verarbeitung dieser Einlagen sowie eine sehr genaue Montage, da sonst die Pannenschutzbänder zur Ursache von Pannen werden können (wenn die scharfen Kanten den Schlauch beschädigen). An Stelle dieser Bänder sollte der Einbau von Reifen überlegt werden, die zusätzlichen Schutz bieten.

Reflektoren

Bei hochwertigen Reifen für den Alltagseinsatz (Touren) ist inzwischen ein reflektierender Streifen auf die Flanken aufgebracht. Wenn der Reifen nicht all zu dreckig ist, funktioniert das ganz gut. Prädikat: kann man lassen.

Hat man keine reflektierenden Reifen, so muss man laut Gesetz zu den gelben Speichenreflektoren greifen. Die sind meistens recht fummelig, fallen auch mal raus und reflektieren nicht so gut wie die Streifen auf den Reifen. Wenn man Gepäcktaschen verwendet, sind sie oft verdeckt. Prädikat: nicht so toll.

Immer wieder sieht man inzwischen die "Speichensticks" - das sind Kunststoffstäbchen mit reflektierender Folie, die auf die Speichen geclipt werden. Die sind in Deutschland nicht zugelassen. Im Gegensatz zu den gelben Reflektoren kann man sie aber so weit außen am Rad montieren, dass sie nicht von Gepäcktaschen verdeckt werden. Prädikat: als Kombination unter Umständen sinnvoll, solange nicht zugelassen aber zu teuer.

technik/reifen.1152767831.txt.gz · Zuletzt geändert: 2014-01-19 11:24 CET (Externe Bearbeitung)