Kurbel

Die Kurbel verbindet das Tretlager mit den Pedalen.

Man unterscheidet zwischen

Die Kurbel für die rechte Seite enhält zusätzlich eine Aufnahme für die Kettenblätter.

Einteilige Kurbeln werden meist bei BMX-Rädern eingesetzt, da sie die hohen Belastungen, die bei Sprüngen mit dem (ungefederten) Fahrrad auftreten, besser verkraften. Die Gewinde für die Pedale weisen hier 1/2" (etwa 12,4 mm) auf.

Bei allen übrigen Fahrradtypen sind meist zweiteilige Kurbeln üblich. Die Pedalgewinde haben hier einen Durchmesser von 9/16" (etwa 14,2 mm).

Die Pedalgewinde sind links und rechts jeweils unterschiedlich ausgeführt, um ein ungewolltes Lösen der Pedale zu vermeiden. Rechts wird ein Rechtsgewinde verwendet, links ein Linksgewinde. Zum Lösen eines Pedals muss die Pedalachse jeweils gegen Fahrtrichtung gedreht werden, zum festziehen in Fahrtrichtung.

Bei zweiteiligen Kurbeln gibt es verschiedene Systeme zur Montage wie Keil, Vierkant, ISIS-Drive, Octalink und Kurbeln mit integrierter Welle auf der rechten Seite für aussenliegende Lager. Die Systeme sind untereinander nicht austauschbar, weshalb beim Wechsel der Kurbel auf die richtige Aufnahme geachtet werden muss.

Ein weiteres Merkmal ist die Länge der Kurbeln, die sich an der Beinlänge und dem Einsatzzweck des Fahrrads orientieren sollte. Auch wenn Kurbeln mit 170 mm oder 175 mm Länge recht gängig sind, werden durchaus auch kürzere oder längere Modelle angeboten. Kürzere Kurbeln erlauben eine höhere Trittfrequenz und bieten mehr Bodenfreiheit, was für längere Strecken und höhere Geschwindigkeiten sinnvoll ist. Längere Auführungen bieten durch die grössere Hebelkraft eine effizientere Kraftübertragung, wie sie z.B. bei langsamen Fahrten mit einem Mountainbike in hügeligem Gelände gebraucht wird.